Tagebuch eines Linuxreisenden

Dies sind meine Notizen zu Anpassungen, die ich seit der Installation von Fedora Core 5 auf meinem Fujitsu Siemens Amilo A 1667 am System vorgenommen habe. Ich stelle sie der Öffentlichkeit zur Verfügung, weil ich gerne helfen möchte. Ich warne aber ausdrücklich vor unbekümmerter Anwendung, da ich kein IT-Profi bin und mich mit manchen Aussagen irren könnte. Es ist halt ein Tagebuch. Trotzdem kannst du sicher gute Anregungen finden. Viel Spaß!

Mittwoch, Januar 02, 2008

Automatische Gebote mit esniper

Wer kennt das nicht: Da war man sich schon sicher, dass man bei Ebay ein Schnäppchen machen würde und in allerletzter Sekunde schnappt einem dann doch noch jemand die ersehnte Ware vor der Nase weg.

Wenn dies so sekundengenau passiert, kann man davon ausgehen, dass ein Programm die Bytes im Spiel hatte. Es ist natürlich die Frage, ob man selbst auch zu solch "unfairen" Mitteln greifen möchte, zumal der Einsatz solcher "Sniper" von Ebay aus nicht erlaubt ist. Wer jedoch die Nase vom Weggeschnappt-Bekommen voll hat und sich doch dafür entscheidet, der findet unter Linux ein kommandozeilen-basiertes Programm, das einem die Arbeit sehr erleichtert. Es heißt esniper. Man sucht es in den offiziellen Repositories von Fedora vergebens. Ich habe es allerdings für die x86_64-Architektur als RPM-Paket geschnürt. Es ist hier herunterzuladen.

Man startet es in der Konsole am besten mit folgenden Parametern:

esniper -nUPd [Ebay-Auktionsnummer] [Gebot in EUR]

-n: Nicht bieten, für Testzwecke
-U: Ebay-Usernamen abfragen
-P: Ebay-Passwort abfragen
-d: Zusätzliche Debug-Infos ausgeben

Mittwoch, Oktober 03, 2007

Psiconv-0.9.8 für Fedora 7 und zum Selberbauen

Ich benutze seit Jahren als Organizer meinen treuen "Psion Serie 5 MX pro". Inzwischen ist der schon so alt, dass die Dienstprogramme zur Kommunikation zwischen Linux und Psion mittlerweile zum Teil nicht mehr gepflegt werden. Das führt z.B. dazu, dass das Programm psiconv auf der Homepage des Programmierers in so alten Tarballs vorliegt, dass das Entpacken mit einer Fehlermeldung abbricht. Auch ist die Homepage nicht immer zu erreichen. Mit psiconv kann man verschiedene File-Formate des Psion (z.B. Word, Sketch) in allgemein lesbare Formate konvertieren (z.B. HTML, ASCII). Ich habe jetzt sozusagen eine "Zweigstelle" aufgemacht, für alle Psion-Liebhaber/innen.

Wer Fedora 7 x86_64 benutzt, kann das entsprechende RPM-Paket direkt hier herunterladen.

Wer ein anderes System benutzt, kann mithilfe des tar-Paketes das Programm selbst kompilieren.

Wer ein RPM-Paket bauen möchte, findet hier den SPEC-File. Dieser muss in das Verzeichnis /usr/src/redhat/SPECS abgelegt werden. Das tar-Paket gehört unentpackt nach /usr/src/redhat/SOURCES. In dem Verzeichnis mit dem spec-File wird nun der Befehl "rpmbuild -bb psiconv.spec" als ROOT ausgeführt. Im Normalfall sollte am Ende im Verzeichnis /usr/src/redhat/RPMS das fertige Paket liegen.

Sonntag, September 16, 2007

4-Port USB 2.0 Hub von Digitus unter Linux

In den Kompatibilitätslisten fand ich recht wenige Informationen über USB-Hubs unter Linux und die Hersteller schweigen sich sowieso aus. Ein aktuell erhältliches Gerät ist das oben genannte, das ich für ca. 15 € erstand und für absolut linuxtauglich befinde. Ich habe zur Zeit drei sehr verschiedene Geräte daran: Drucker, externe Festplatte, Maus- und Keyboard-Adapter. Zwei davon sind USB 2.0-Geräte. Alles wird - sogar ohne externe Stromversorgung - ohne Probleme erkannt und funktioniert einwandfrei. Lediglich meine Logitech Webcam musste ich direkt anschließen, da der Treiber sich sonst beschwert und mit Fehler abbricht. Insgesamt kann ich dieses Gerät unter Linux empfehlen.

Warum eigentlich .FC7 ???

Ich will ja nicht schlaumeiern, aber kann mir jemand erklären, warum sämtliche Pakete immer noch die Endung FC7 haben? Es heißt doch jetzt nicht mehr FEDORA CORE 7, sondern nur noch FEDORA 7. Müsste die Endung dann nicht F7 sein? Kommentare erwünscht...

Freitag, September 07, 2007

Neue bequeme Möglichkeit von Flash auf Firefox-x86_64

In den Tipps zur Nutzung der ZDF-Mediathek unter Linux fand ich neulich einen erstaunlichen Hinweis. Dort steht beschrieben, wie man mittels eines Programms nsplugwrapper auf einem 64-bit Firefox das 32-bit Plugin von Adope-Flash nutzen kann. Die Beschreibung bezieht sich zwar auf SUSE, aber ich habe es ausprobiert und es funktioniert gut! Hier meine Beschreibung:

Das 32-bit Flash-Plugin herunterladen und installieren. Du bekommst es z.B. hier.

Folgende RPM-Pakete für Fedora 7 bei RPM-PBone herunterladen (in dem Suche-Feld eingeben):

  • nspluginwrapper.x86_64
  • nspluginwrapper-i386.x86_64

Dann mittels "rpm -ivh nswrapper*" als ROOT installieren. Da kommen zwar Fehlermeldungen, dass diverse ELF-Formate nicht stimmen würden, aber das kannst du getrost ignorieren, da sich dies auf die installierten 64-bit-Plugins deines Firefox bezieht und die sollen schließlich auch nicht von nspluginwrapper bedient werden.

Wenn du firefox jetzt neu startest, kannst du mit "about:plugins" in der Adresszeile sehen, dass das nsplugin und das Flash-Plugin aktiv sind. Ich habe leider noch kein Repository für Fedora 7 gefunden, in dem die Pakete zu finden sind. So müssen sie also derzeit noch von Hand aktualisiert werden.

Dienstag, September 04, 2007

KMediaFactory für Fedora 7 (x86_64)

Ich möchte natürlich die alte Funktionalität meines FC5 wieder erreichen. Dazu gehört auch das Programm KMediaFactory, mit dem man in drei einfachen Schritten eine menugesteuerte DVD mit eigenen Filmen oder Diashows erstellen kann. Leider gibt es kein vorgefertigtes Paket für Fedora 7. Ich habe allerdings selbst eines gepackt und stelle es hier zur Verfügung. Gehe vor dem Installieren sicher, dass die auf der Homepage beschriebenen Abhängigkeiten erfüllt sind.

Montag, September 03, 2007

Installation von Fedora 7

Ich schildere in diesem Artikel meine Erfahrungen beim Umsatteln von Fedora Core 5 auf Fedora 7.

Am Anfang zusammenfassend kann ich gleich mal sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat, eine neue Version einzuspielen. Ich halte ja nichts von den allzu kurzen Veröffentlichungszeiten vom Fedora Projekt. Man ist da immer etwas am "hinterherhecheln". Im November kommt schon wieder Fedora 8 raus und dann werde ich sicher wieder ein paar Versionen warten, bis ich nachziehe. Denn: Das kostet jedes Mal eine Menge Zeit und Arbeit, bis man wieder ansatzweise seine gewohnte Umgebung zusammen hat, ob ich nun neu installiere oder aktualisiere. Ich habe mich in diesem Fall für eine Neuinstalltion entschieden. Bei den letzten Updates hatte sich doch einiges an Altlasten angesammelt, die ich so loswerden wollte.

Vorbereitungen

Ich hatte mir das DVD-Image (x86_64) von der Fedora-Seite heruntergeladen und gebrannt. Es lohnt sich, die Releasse-Notes vorher zu lesen. Wichtige Neuerungen und Tipps zum Installations-Vorgang stehen da drin. Da ich ein vorsichtiger Mensch bin, habe ich meine Partitionen einzeln auf eine externe USB-Platte gesichert. Das funktioniert mit dem Befehl dd ganz einfach:
dd if=/dev/PARTITION(z.B.hda2) of=PFAD_ZUR_USB-PLATTE/partition.img
Beim Rückspielen werden einfach die Darteien gewechselt. So gehe ich sicher, dass ich meinen alten Systemzustand jeder Zeit ganz simpel wieder bekommen kann. Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass es lange dauert, da die gesamte Partition - auch die freien Teile - mit gesichert werden. Außer diesem Backup standen mir alle wichtigen alten Konfigurationsdateien auch lesbar zur Verfügung. Das war ziemlich wichtig, wie sich bald herausstellte.

Die Installation

Mit eingelegter DVD neu starten. Es erscheint der Boot-Bildschirm der DVD. Hier habe ich tab gedrückt, um die Boot-Parameter mit "vesa" zu ergänzen. Aus Erfahrung weiß ich nämlich, dass bei meiner Radeon x600 Grafikkarte ansonsten der Bildschirnm schwarz bleibt. Die Installation gestaltete sich ansonsten unkompliziert. Ich wählte - wie erwähnt - eine Neuinstallation, bei der ich die Partitionierung selbst festlegte. Die einzelnen Pakete habe ich vor der Installation genau festgelegt, mich also nicht auf "Programm-Gruppen" verlassen.

Der erste Start

Nun begann der unschöne Teil meiner Fedora 7-Exkursion! Denn beim ersten Start blieb der Bildschirm schwarz als es gerade den Gnome-Anmeldebildschirm geben sollte. Besonders toll war auch, dass sich firstboot eingeschaltet hatte und verhinderte, dass ich wenigstens eine Textkonsole nutzen konnte. Naja. Ich geriet nicht in Panik, sondern startet neu, diesmal im "Interaktiven Modus" ("I" beim Bootvorgang drücken). Damit hatte ich zwar immer noch kein "X", aber konnte zumindest den Start von firstboot verhindern und mich als ROOT einloggen. Der mitgelieferte nano-Editor ermöglichte es mir, die Datei /etc/X11/xorg.conf zu editieren. Dort fehlte im Wesentlichen folgender zusätzlicher Eintrag beim Radeon-Treiber:
Option "MonitorLayout" "LVDS,AUTO"
Damit weiß der Treiber dann auch, dass er den Laptop-Bildschirm zur Grafikausgabe nutzen soll. Die Grafik-Modi meines Bildschirms musste ich auch noch aus meiner alten xorg.conf übertragen. Danach lief Gnome ohne Probleme.

Exkursion in die neue Welt

Ab jetzt hatte ich viel Spaß! Das neue Design gefällt mir gut. Hier noch ein paar Dinge, über die ich mioch sehr freue:

  • Der GPL-Teiber für meine Radeon-Karte funktioniert jetzt einwandfrei. Sogar das "Direct Rendering" ist laut glxinfo möglich.
  • Nette Bildschirm-Effekte, wie Durchsichtigkeit und schwabbelnde Fenster sind kein Problem und funktionieren auf Knopfdruck (System | Einstellungen | Darstellung | Desktopeffekte).
    Anmerkung vom 4.09.2007: Inzwischen habe ich den Windows-Manager compiz, der hinter den Effekten steht, wieder deaktiviert, nachdem ich ein paar unschöne Abstürze hatte, bei denen gar nichts mehr ging.
  • Die Programme zur Software-Aktualisierung und die grafische YUM-Schnittstelle scheinen mir jetzt ausgereifter zu sein. Ich kann damit gut arbeiten und brauche somit kein yumex mehr.
  • Viele meiner gewohnten Arbeitsprogramme sind in den neuen Versionen wirklich stabiler, besser oder mit neuen Features versehen. Z.B. startet ekiga jetzt ohne dass die Annmeldung fehlschlägt und ich nochmals starten muss. Das IM-Programm pidgin macht einen so guten Eindruck, dass ich spontan von licq darauf umstellte.

Natürlich gab es auch einige Schwierigkeiten. Über die Lösungen dazu werde ich nach und nach detaillierter Berichten.

Samstag, Juli 07, 2007

Modul GSPCA für aktuellen Kernel

Im vorherigen Artikel ärgere ich mich über die schlechte Wartung von dem Reposity "drpixel". Dort liegt das Modul GSPCA (Treiber für Webcams) nur für den Kernel 2.6.20-1.2316 vor, obwohl die aktuelle Version inzwischen bei 1.2320 liegt. Die hinken also bereits zwei Versionen hinterher. Hier beschreibe ich, wie man sich einfach aushilft.

Bei Fedora Core 5 und später müssen die Kernel-Sourcen nicht mehr installiert sein, wenn man Module selbst kompilieren möchte. Lediglich das aktuelle Paket kernel-devel wird gebraucht. Du installierst es mittels "yum install kernel-devel". Jetzt solltest du den Kernel auf die aktuellste Version updaten: "yum update kernel". Die abhängigen Module werden als Abhängigkeiten gleich mit aktualisiert. Nun bitte mit dem neuen Kernel starten.

Um das nötige Modul gspca.ko zu erstellen, brauchst du den aktuellen Quelltext von GSPCA. Ich habe ihn hier gefunden. Der TAR-File muss ins Verzeichnis /usr/src/redhat/BUILD entpackt werden. Dort findet sich das Script gspca_build. Dieses muss als ROOT ausgeführt werden. Das Modul wird im Verzeichnis /lib/modules/KERNELVERSION/kernel/drivers/usb/media/ gespeichert. Damit das Module aber auch geladen werden kann und nicht mit der Fehlermeldung "gspca: Unknown parameter `index'" abbricht, müssen noch folgende Zeilen in /etc/modprobe.conf gelöscht werden, die vom Installations-Script unnötigerweise erstellt wurden:
alias snd-card-1 gspca
options snd-card-1 index=1
options gspca index=1
remove gspca { /usr/sbin/alsactl store 1 >/dev/null 2>&1 || : ; }; /sbin/modprobe -r --ignore-remove gspca

Jetzt muss das Modul nur noch mit "/sbin/modprobe gspca" geladen werden. Voila!

Sonntag, Juni 24, 2007

Video-Telefonie übers Internet

Dieser Artikel beschreibt, wie man unter Fedora mithilfe des Programms ekiga und einer Logitech Quickcam für Notebooks mit Bildübertragung über das Internet telefonieren kann.

Ich hatte mich für das o.g. Modell einer Webcam entschieden, weil es in der Linux-User besonders gelobt wird. Allerdings musste ich ziemlich schnell feststellen, dass es einige Hürden zu überwinden gab. Das USB-Gerät wird vom Kernel zwar erkannt, es wird auch ein Modul namens zc0301 geladen, aber dieses Modul funktioniert nun gar nicht. Die Lösung besteht in folgenden Schritten:

1.
Wir brauchen stattdessen das Kernel-Modul kmod-gspca in der zum Kernel passenden Version, wenn wir es nicht selbst kompilieren wollen. Da ich den Kernel regelmäßig mittels yum updaten lasse, entschied ich mich für ein vorkompiliertes Paket. Dazu muss ein neues Reposity für yum eingerichtet werden. Unter drpixel findet man dazu ein Paket, das einen entsprechenden Eintrag in /etc/yum.d vornimmt. Nun muss das Reposity nur noch unter yumex aktiviert werden. Ist das soweit geschehen, kann das passende Modul eingespielt werden. Leider lässt das Reposity an Aktualität zu wünschen übrig und es gab kein Paket für meinen aktuellen Kernel 2.6.20-1.2319. Deshalb musste ich in der Datei /boot/grub/grub.conf einstellen, dass der ältere Kernel .2316 als Standart geladen wird. Für diesen gab es immerhin das passende Modul.

2.
Um zu verhindern, dass jedes Mal Handarbeit vonnöten ist, damit das passende Modul geladen wird, ging ich folgendermaßen vor. Ich erstellte im Ordner /etc/sysconfig/modules eine ausführbare Datei mit folgenden Inhalt:

#!/bin/bash
if [ $(cat /proc/bus/usb/devices | grep -c "Vendor=046d ProdID=08ae") -eq 1 ]; then
/sbin/modprobe gspca
fi

Sie dient dazu, zu kontrollieren, ob die Quickcam angeschlossen ist und lädt dann das Modul. Jetzt muss noch verhindert werden, dass das falsche Modul zc0301 auch geladen wird. Dazu reicht ein Eintrag "blacklist zc0301" in die Datei /etc/modprobe.d/blacklist. Beim Neustart sollte - bei angeschlossener Quickcam - jetzt alles richtig laufen.

3.
Jetzt muss das Programm ekiga mittels "yum install ekiga" installiert werden. Beim ersten Start führt das Programm durch die Konfiguration. Hier muss man einen Account bei ekiga.net anlegen oder bereits besitzen. Ich habe festgestellt, dass das Mikro an der Quickcam keine gute Wahl ist. Du solltest lieber auf ein Headset zurückgreifen. Ein wenig Herumprobieren mit den Audio-Einstellungen an meiner Soundkarte war erforderlich. Um die Übertragung zu testen, kannst du den Testaccount "500@ekiga.net" anrufen. Er spiegelt dir alle Audio- und Videodaten zeitversetzt zurück, so dass du siehst, was dein Partner sehen würde.

Nachtrag:

Um Anrufe empfangen zu können, muss der Port 5061 (udp) für eingehende Pakete freigeschaltet sein. Das bewirkt z.B. folgende Zeile:
/sbin/iptables -A INPUT -i EINGANGS-INTERFACE(z.B. ppp0) -p udp --destination-port 5061 -j ACCEPT

Um diese Einstellung auch beim nächsten Start zu behalten muss folgender Befehl ausgeführt werden:
/sbin/iptables-save > /etc/sysconfig/iptables


Mir ist aufgefallen, dass ich ekiga immer zweimal starten muss. Beim ersten Start funktioniert das Anmelden beim Account nicht - warum auch immer. Ärgerlich hierbei ist, dass es keine Möglichkeit gibt, das Programm zu veranlassen, es nochmals zu probieren. Es bleibt also nur, das Programm komplett zu beenden und nochmals zu starten :-(

Ansonsten bin ich sehr zufrieden!

Dienstag, Mai 01, 2007

Tipps im Umgang mit dvd-slideshow

Ich mache auf meinen Kinder- und Jugendfreizeiten mittlerweile viele Bilder mit meiner Digicam. Aus diesen Bildern erstelle ich nun immer öfter Diashows mit Musikhintergrund und Erklärungstexten, die ich dann für die Familien auf DVD brenne. Das ist eine nette Erinnerung und sorgt dafür, dass meine Freizeiten nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

Das Programm, das ich zur Erstellung der Diashows benutze heißt dvd-slideshow. Zu diesem Programm gibt es eine Dokumentation mit einigen Beispielen. Man sollte dabei unbedingt darauf achten, welche Version des Programms man verwendet, denn die Befehle und Syntax unterscheidet sich doch erheblich voneinander. Bei einer Version unter 0.8.0 muss man auf der Hauptseite auf "past releases" klicken. Nun bekommt man die passende Dokumentation zu seiner Version.

Ich möchte in diesem Artikel nur auf Besonderheiten unter Fedora Core 5 eingehen, da die o.g. Dokumentation alle anderen Fragen beantwortet.

Die unter yum zu erhaltene Version des Programms liegt deutlich unter der aktuellen Version 0.8.1. Sie bringt viele Probleme mit, die inzwischen schon behoben sind. Beispielsweise funktionieren die Untertitel gar nicht. Deshalb empfehle ich sofort die neuste Version herunterzuladen. Diese lässt sich dann problemlos installieren, wenn vorher die Abhängigkeiten mittels "yum install dvd-slideshow" aufgelöst werden. Danach bitte wieder mit "yum remove dvd-slideshow" entfernen.

Die Hintergrundmusik neigt ziemlich zum Übersteuern, was wohl hauptsächlich an der AC3-Kodierung liegt. Also entweder die Option "ac3=0" im Slideshow-File benutzen (dann wird der Sound als MP2 kodiert. Das mögen allerdings nicht alle DVD-Erstellungsprogramme.) oder die Tracks vorher "normalisieren", d.h. die Lautstärke absenken, beispielsweise mit dem Programm audacity.

Ein weiteres Problem liegt darin, dass das PAL-Videoformat von dvd-slideshow etwas abgeschnitten widergegeben wird. Ringsherum fehlt ein kleiner Teil. Für dieses Problem habe ich noch keine endgültige Lösung gefunden. Eigentlich sollte die Option "-s widthxheigt" für Abhilfe sorgen. Ich habe es allerdings damit noch nicht geschafft. Ist aber auch nicht schlimm. Man muss es nur bedenken, wenn man Untertitel einblendet. Die dürfen nicht zu lang sein, sonst fehlt eben ein Teil.

Das Programm an sich finde ich sehr gelungen. Ich kann damit richtig gelungene Diashows mit netten Effekten erstellen.

Montag, Februar 26, 2007

Online Poker mit Linux

Ja, auch mich hat es jetzt erwischt: Das Poker-Fieber! Allerdings spiele ich es lieber in gemütlicher Runde am Wohnzimmertisch mit Freunden. Online ist mir das ein bisschen zu hektisch. Man hat für jeden Spielzug maximal 20 Sekunden Zeit. Da kann ich mir keine richtige Strategie überlegen, sondern nur reagieren.

Trotzdem: Für alle, die es mal probieren und dabei auf Linux nicht verzichten wollen, habe ich hier meine Erfahrungen zusammen gestellt.

    Es gibt unter Linux im Wesentlichen zwei Möglichkeiten Online-Poker zu spielen:

  • Man installiert eine "Java-Laufzeit-Umgebung" und spielt direkt im Browser. Dies setzt einen 32-Bit-Browser voraus und die Installation von z.B. Suns "JRE" (Java-Runtime-Env.).

  • Oder man lädt ein Client Programm vom Anbieter herunter. Diese Programme sind (meines Wissens) ausschließlich für Windows geschrieben. Viele von diesen Programmen sind allerdings mittels des Emulators "Wine" auch unter Linux zum Laufen zu bringen.


Die Wine-Methode ist die weitaus stabilere und einfachere Variante. Du musst eben nur Wine installiert haben ("yum install wine") und von der Seite deines favorisierten Anbieters das Installationsprogramm im EXE-Format herunterladen. Nun einfach das Programm mit "wine programmname.exe" im gleichen Verzeichnis starten und es sollte funktionieren. Ich habe drei große Anbieter ausprobiert: EverestPoker, PartyPoker und PokerStars. Lediglich EverestPoker funktionierte nicht.

Also viel Spaß beim Zocken. Übrigens: "Play Money" heißt nicht, dass man um "Geld spielt", sondern so werden im Gegenteil die Tische benannt, an denen es nur um "Spielgeld" geht. Nicht verwechseln, könnte sonst teuer werden ;-)

Mittwoch, Februar 21, 2007

Umstellung von Blogger auf Google - Nix als Ärger

Ich hatte die Meldung beim Login von Blogger bislang bewusst ignoriert, dass ich mein Konto auf Google umstellen sollte. Die angepriesenen neuen Funktionen waren mir wurscht und es heißt ja nicht umsonst "Never change a running System".

Beim letzten Login wurde ich dann allerdings gezwungen, mein Konto umzustellen. Es blieb einfach keine Wahl mehr. Um überhaupt noch an meine Blogs zu kommen, tat ich also wie geheißen. Der Ärger ließ nicht lange auf sich warten.

Bislang genoss ich es, mittels gnome-blog einfach mal eben schnell etwas vom Desktop aus posten zu können. Damit ist nun Schluss. Die Daten vom alten Account funktionieren nicht mehr und ich habe - trotz langer Suche - keine Informationen darüber gefunden, wie die neuen Einstellungen aussehen müssten.

Mit einem Satz: Diese Zwangsumstellung ist für mich nur ärgerlich. Und ich spiele mit dem Gedanken, den Anbieter zu wechseln. Schließlich gibt es einen Haufen andere Blog-Betreiber, die sich mehr um das Wohlergehen ihrer Kunden sorgen.

Über Tipps und Links zur Lösung des Anmeldeproblems bin ich sehr dankbar.

Samstag, Januar 13, 2007

Psion 5mx pro über IrDa verbinden

In diesem Artikel beschreibe ich, wie man einen Psion über einen Infrarot-Anschluss mit dem Computer verbinden kann, um z.B. ein Backup zu machen oder einzelne Dateien per FTP zu übertragen.


Die Voraussetzungen wurden im letzten Artikel genannt. Damit ist der IrDa-Anschluss über das Gerät "/dev/ircomm0" einsatzbereit.


Als nächstes braucht man das Paket plptools, das es leider für Fedora nicht als RPM gibt. Deshalb habe ich es erstellt. Du kannst es hier für FEDORA CORE 5 und hier für FEDORA 7 beziehen. Nach der Installation solltest du "ldconfig" ausführen, damit die neuen Bibliotheken zu benutzen sind.


Du solltest jetzt den Psion vor das Infrarot-Gerät stellen und anschalten. Unter "Kommunikation" stellst du "Infrarot" und "115200 Baud" ein. Der Befehl

/usr/sbin/ncpd -s /dev/ircomm0 -b 115200
schafft eine Verbindung zum Psion.


Jetzt kannst du mit "plpftp" eine Verbindung zum Übertragen einzelner Dateien herstellen oder mit "/usr/sbin/plpnfsd" das Dateisystem des Psion in das Linuxsystem mit einhängen. Letzteres ist Voraussetzung für ein Backup mit "plpbackup".

Verbinden eines Nokia 6210 über irda (Infrarot)

Wie ich in meinem Installations-Blog berichtete, besitzt mein Amilo keine vollwertige Infrarot-Schnittstelle, sondern nur eine Verbindung zur eigenen Fernbedienung. Ich habe mir nun ein IrDa-Adapter (usb) der Marke "Sigmatel Xtensions" gekauft, um mit meinem Nokia 6210 und meinem Psion 5mx pro kommunizieren zu können. Im Folgenden schildere ich meine Erfahrungen beim Anschluss des Nokias.


Es war ein langer Weg, aber inzwischen habe ich es geschafft, mit Infos aus Foren und viel Herumprobieren. Als Erstes müssen die Pakete "irda-utils" und "kmobiletools" installiert werden. Mit yummex sollte das kein Problem sein.


Das Gerät einstöpseln und kontrollieren, ob die Module "irda" und "stir4200" geladen wurden (/sbin/lsmod). In der Logdatei /var/log/messages sollte ein Eintrag folgender Art vorhanden sein:

kernel: drivers/net/irda/stir4200.c: IrDA: Registered SigmaTel device irda0
Jetzt noch folgenden Befehl eingeben:
/usr/sbin/irattach irda0
Dann bitte nicht den Service "irda" starten. Das funktioniert gar nicht! Stattdessen machen wir das Nötigste per Hand:
/sbin/modprobe ircomm
/sbin/modeprobe ircomm-tty
Damit werden zwei weitere Module geladen. Das hat zur Folge, dass neue Device-Dateien "ircommXX" angelegt werden. "ircomm0" brauchen wir zum Verbinden. Wir starten nun kmobiletools und geben als Device-Datei "ircomm0" ein und starten - bevor wir die Eingabe anwenden - die IR-Übertragung am Nokia. Das Programm sollte jetzt eine Verbindung herstellen können.


Es ist möglich, das Telefonbuch abzurufen, SMS zu schreiben und zu versenden und zu wählen. Auch die Anzeige für Batterie und IR-Verbindung funktioniert. Allerdings ist es mir nicht gelungen, im Phone gespeicherte SMS abzurufen. Auch das Auflegen nach einem Anruf geht nur manuell am Phone. Außerdem werden Telefonbucheinträge verkürzt übertragen. Aber immerhin... besser als nix.


Ich warne davor, das Gnome-Programm phonemanager zu benutzen. Das führte bei mir regelmäßig zum Absturz des Kernels. Auch sollte nie das Programm irattach mit dem Parameter "/dev/ircomm0" aufgerufen werden. Auch das führt zum Absturz.

Sonntag, Januar 07, 2007

Nerviges Beep entfernen

Seit einer Aktualisierung des Gnome-Desktop-Managers (GDM) und der bash werde ich immer mal wieder mit nervigem Piepen belohnt. In der bash passiert das, wenn ich die Tabtaste drücke, um z.B. einen Dateinamen automatisch ergänzen zu lassen und es keine oder mehrere Möglichkeiten gibt. Außerdem piept es jedes Mal, wenn der Gnome-Anmeldebildschirm erscheint.


Hier die Lösung für die bash:


Die Datei "/etc/inputrc" folgendermaßen ändern:


set bell-style none


Das GDM-Problem wird so gelöst: Das GDM-Setup starten, mit

gdmsetup &
oder unter "Sytem | Administration | Anmeldebildschirm". Dazu wird das root-Passwort gebraucht. Dann in dem Reiter "Barrierefreiheit" die Option "Klänge | Anmeldebildschirm bereit" deaktivieren.


Schon ist wieder "Ruhe im Puff" um es mit Stromberg zu sagen ;-)

Samstag, Januar 06, 2007

Opera unter x86_64

Wer die letzten Artikel liest, der kann sich schon denken, dass ich mich zur Zeit mit Webdesign beschäftige. Deshalb brauche ich so viele populäre Browser wie möglich, um die Anzeige meiner erstellten Seiten kontrollieren zu können.


Bei Opera gab es das Problem, dass ein auf der Homepage für Fedora zur Verfügung gestelltes RPM-Paket nur in i386-Version zu bekommen ist. Das ist an sich noch nicht schlimm. Nur stellte sich heraus, dass - auch wenn ich die benötigten QT-Bibliotheken in i386-Version installierte - der Opera-Browser nicht starten will. Er versuchte nach wie vor die x86_64-Version der Bibliotheken zu laden und bricht mit Fehlermeldung ab.


Eine Suche nach einem x86_64-Paket von Opera für Fedora blieb erfolglos (für SUSE gibt es sie merkwürdigerweise, die lassen sich jedoch nicht unter Fedora verwenden).


Jetzt startete ich eine Suche nach einem statisch gelinkten Opera-Paket. Dabei wurde ich fündig! Du findest es auf der inoffiziellen Opera-Fanpage. Damit startet der Browser unabhängig von den installierten QT-Bibliotheken.

Internet Explorer 6 unter Linux

Ja, du hast richtig gelesen! Nicht dass sich etwas an der Politik der Ignoranz von Microsoft geändert hätte; es gibt nach wie vor keine Linux-Version. Aber man weiß sich ja zu helfen. Mittels wine ist eine Ausführung des Programms möglich, da die benötigten Windows-Bibliotheken (.dll) unter Linux zum Laufen gebracht werden.


Das Verfahren ist denkbar einfach. Nötig sind die Programme wine und cabextract in aktuellen Versionen. Diese können mittels "yum install wine cabextract" eingespielt werden. Dazu ist allerdings das Dries-Repository nötig. Die Installationsanweisungen, um dieses Repository zu erstellen, findest du auf deren Homepage.


Damit der Internet Explorer auch läuft, muss er korrekt unter wine installiert werden. Diese Arbeit wird dir dankenswerter Weise von einem Projekt namens "IEs4Linux" abgenommen. Auf deren Homepage findest du ein Script, das dir sämtliche Arbeit abnimmt. Einfach den Installations-Anweisungen folgen und es sollte funktionieren. Du kannst sogar verschiedene Versionen parallel installieren lassen (IE6, IE5.x).


Natürlich solltest du diesen Browser nicht ernsthaft verwenden, denn es gibt ja wesentlich bessere unter Linux (und natürlich auch unter Windows/Mac). Aber für Webdesigner ist es eine große Hilfestellung, nicht jedes Mal Windows starten zu müssen, um zu sehen, wie ca. 72% der Surfer (mit fallender Tendenz ;-)) ihre Website sehen.

Mittwoch, Dezember 27, 2006

tovid - Komfortabel und einfach zur eigenen DVD

Die Scriptsammlung tovid ist in der Lage, Videos vieler Formate in wenigen Schritten in eine DVD mit Menu zu verwandeln. Die Bedienungsführung ist bewusst einfach gehalten und die Sammlung bringt sogar ein grafisches Frontend (Python) mit.


Da ich bislang kein Binärpaket für Fedora Core 5 als x86_64 gefunden habe, erstellte ich es selbst. Hier kannst du es dir herunter laden. Unter http://tovid.wikia.com/wiki/Tovid_dependencies findest du eine Liste der Abhängigkeiten, die du vorher installieren musst.

Samstag, Dezember 09, 2006

Aus AVI mach DVD

(Anmerkung vorweg: Zu diesem Artikel ist zu sagen, dass ich mittlerweile Hinweise darauf habe, dass eine nach dieser Beschreibung erstellte DVD nicht synkron in Bild und Ton ist. Somit ist dieses Verfahren erstmal nicht zu empfehlen. 22. Dez. 2006)

Ich gebe zu, dies ist mehr ein Notizzettel zum internen Gebrauch, aber vielleicht hilft es auch jemanden weiter. Mein Problem war, wie ich möglichst unaufwendig eine DV-Aufnahme mit einem JVC-Camcorder auf eine DVD mittels Linux-Tools bringen kann.


Hier nun meine Lösung:


Den Camcorder über Firewire anschließen und in einem Terminal den Befehl "dvgrab --autosplit --timestamp filmname-" eingeben. Die Daten werden jetzt als (sehr platzfressende) AVI-Files nach Szenen gesplittet und mit dem Datum und der Uhrzeit im Dateinamen versehen auf der Festplatte gespeichert.


Nun werden erstmal alle verunglückten Szenen gelöscht. Danach werden die nützlichen Szenen ins DVD-Format umgewandelt. Dazu benutzen wir den Befehl "ffmpeg -i dateiname.avi -target pal-dvd ergebnis.mpg". Um Handarbeit zu sparen habe ich ein Script geschrieben, das ein ganzes Szenenverzeichnis umformatiert:

#!/bin/bash

if [ ! -d $1mpg ]; then

mkdir $1mpg

fi

z=$2

for VIDEO in $1*; do

if [ -f $VIDEO ]; then

ffmpeg -i $VIDEO -target pal-dvd $1mpg/$z.mpg

z=$[$z+1]

fi

done


Man übergibt dem Script als ersten Parameter das Verzeichnis mit den Szenen und als zweiten Parameter die Anfangszahl mit der die MPG-Files fortlaufend benannt werden sollen.


Nun werden die Files zusammengefügt, mit dem Befehl "mpeg3cat 1.mpg 2.mpg 3.mpg ... > ergebnis.mpg".


Um ganz sicher zu gehen, dass KMediaFactory nicht mit einem Fehler abbricht, sollte dieser File noch einmal mit "ffmpeg -i gesamtvideo.mpg -target pal-dvd -aspect 4:3 ergebnis.mpg" nachformatiert werden.


Danach KMediaFactory starten und den Ergebnis-File als "Video" einfügen. Dann ein Menü-Layout aussuchen und das Ganze als K3B-Projekt erstellen.


In K3B würde ich erstmal nur eine Abbilddatei erstellen lassen und diese dann erst brennen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass direkt gebrannte DVDs manchmal nicht funktionieren. In der Vorschau von KMedaifactory kann man sich mittels Xine oder Kaffein schon einmal die Vorschau ansehen. 

Samstag, September 23, 2006

Desktop-Notizbuch TiddlyWiki

Mal wieder habe ich durch die Linux-User eine gute Anregung bekommen. In der Ausgabe 10/2006 wird über ein denkbar einfach aufgebautes Wiki berichtet: TiddlyWiki.


Es handelt sich um eine einfache HTML-Seite, die in sich selbst Informationen in Form von Artikeln (Tiddler) speichert und diese gut sortiert durch Volltextsuche oder über Stichwörter (Tabs) ausgibt. TiddlyWiki eignet sich beispielsweise, um eine eigene Befehlsreferenz zu erstellen oder ein Tagebuch zu schreiben. Das alles geht ohne eine Datenbank - einfach mittels Scripting.


Du musst einfach die Datei empty.html downloaden und irgendwo lokal ablegen. Wenn dir der Name nicht gefällt, dann ändere ihn einfach. Danach rufst du die Datei im Browser nach dem Schema "file://pfad/unterpfad/empty.html" lokal auf. Du kannst sie auch auf einem Server speichern und mit der HTTP-Adresse aufrufen. Es ist dann allerdings nur möglich, sie zu lesen und nicht zu bearbeiten.


Nun kannst du als erstes den Titel und Subtitel der Seite ändern und erste Artikel schreiben (New Tiddler). Die Bedienung ist selbsterklärend und einfach.

Sonntag, September 17, 2006

Firefox mit Flash-Funktion nach Update

Weiter unten beschreibe ich, wie man mit dem Firefox-Browser unter einer x86_64-Architektur nicht auf Flash verzichten muss. Nach einem Update von Firefox (x86_64) stellt sich allerdings das Problem, dass die i38-Version mit dem Flash-Plugin automatisch gelöscht wird. Ich beschreibe hier, wie man das mit wenigen Schritten wieder ins Lot bringen kann:


Voraussetzung ist, dass du das entsprechende Repository "updates-i386" wie in der Install-Hilfe eingerichtet hast.


Frage mittels "rpm -q firefox" die neue Versionsnummer von Firefox ab.


Nun log dich als root ein und gib folgenden Befehl im Terminal ein:


yum --enablerepo=updates-i386 install firefox-(Versionsnummer)

Falls yum angibt, dass er den File nicht finden kann, probiere es mit "yum install --enablerepo=updates-i386 install firefox.i386". Wenn das zum gleichen Ergebnis führt, lade den File manuell herunter und installiere ihn direkt ("rpm -ivh firefox-Dateiname").


Jetzt sollte die i386-Variante von Firefox installiert sein. Nun musst du noch in das Verzeichnis "/usr/lib/firefox-(vorherige Versionsnummer)/plugins" gehen und dort die Dateien "flashplayer.xpt" und "libflashplayer.so" in den entsprechenden Ordner der neuen Versionsnummer verschieben. Danach kannst du den alten Ordner löschen.


Als letztes solltest du den Starter im Panel modifizieren. Dazu rufst du die Eigenschaften des Starters auf und änderst einfach die Versionsnummer in der Adresse des Programms.

Montag, September 11, 2006

kino - Die überschaubare Welt der selbstgemachten Filme

kino ist ein KDE-Programm zum Bearbeiten von Filmen in multiblen Formaten. Leider arbeitet es nur mit einer Spur. Es ist dafür aber auch um einiges überschaubarer als leistungsfähigere Programme wie z.B. cinelerra.

Trotz seines übersichtlichen Designs ist das Programm jedoch an einigen Stellen nicht gerade intuitiv zu bedienen. Möchtest du beispielsweise mehrere kleine Filmsequenzen zusammenfügen, so lädst du zuerst über "open" die erste Datei. Ist es kein "DV"-File, so wird sie in dieses Format importiert (was ziemlich lange dauern kann). Die nachfolgenden Dateien werden jetzt aber über "Szene davor/danach einfügen" geladen. Im Menü "Bearbeiten" siehst du immer das Gesamtwerk, während du unter "Schnitt" nur die einzelnen Szenen siehst. Diese kannst du im "Storyboard" (links) auswählen. Das "Schnitt"-Menü eignet sich z.B. um eine Szene nochmals zu unterteilen. Dazu markierst du einen Abschnitt und wählst "Szene aufteilen". Im Storyboard erscheinen nun beide Szenen.


Unter "FX" kannst du Effekte und Übergänge schaffen. Dazu trägst du die Anfangs- und Endzeit (bzw. Frame) links unter "überschreiben" ein. Nun wählst du für Audio und Video die Art des Effekts. Für einfache Übergänge lohnt sich z.B. bei Audio "Überblenden" und Video "Blenden". Ein Klick auf "Bearbeitung starten" erzeugt eine neue Übergangsszene im Storyboard.


Der Menüpunkt "Exportieren" erzeugt Videodateien in verschiedenen Formaten. Soll der Film auf eine DVD, so eignet sich unter dem Reiter "MPEG" das Dateiformat "8-DVD".


Jetzt ein paar Erfahrungen:


Ich habe bei der Benutzung von kino immer ein Terminal mit dem kill-Befehl auf, da ich mehrmals feststellen musste, dass das Programm in der Art abstürzte, dass der Computer überlastet wurde und nicht mehr auf Eingaben reagierte. Das dauert jedoch eine Weile. Man erkennt es daran, dass das Programm nicht mehr reagiert und die Festplattenaktivität steigt. Dann bleibt noch Zeit, den kill-Befehl auszuführen.


Zum Importieren eignen sich keine AVI-Files mit AC3-Audio-Kodierung. Nach dem Import stimmt die Synkronisation von Audio und Video nicht mehr überein. AVI-Files am besten mit "ffmpeg -i datei.avi -format pal-dvd outputfile.mpg" vorbereiten.

Donnerstag, August 24, 2006

KMediaFactory - DVDs erstellen leicht gemacht

Neulich las ich einen Artikel über ein leicht zu bedienendes Programm zur Erstellung von DVDs in der Linux-User. Das Programm heißt KMediaFactory und erstellt aus Videos und Bildern DVDs mit vorgefertigten Menüs und Diashows. Klang gut! Leider musste ich erstmal feststellen, dass dieses Programm für Fedora Core 5 als x86_64-Variante noch nicht zu finden ist. Da ich keine Lust hatte, sämtliche dazu erforderliche Bibliotheken als i386 zu installieren, fasste ich mir ein Herz und machte mich daran, es selbst als RPM-Paket zu bauen.


Das Paket kannst du dir hier herunterladen.


Um es installieren zu können, müssen einige Abhängigkeiten gelöst sein. Welche Pakete genau zu installieren sind, erfährst du auf der Homepage des Projekts.

Donnerstag, Juli 20, 2006

Flash-Animationen von Desktop-Aktionen erstellen

Ich habe eine neue Entdeckung gemacht: Desktop-Aktionen als Flash-Animationen aufzeichnen! Macht Laune und ist nützlich. Wenn man z.B. eine Anleitung auf eine Homepage stellen will. Ich erkläre im Folgenden wie es geht.


Installiert sein muss der vnc-server und vnc (viewer). Ist meistens schon standartmäßig unter Gnome installiert. Wenn nicht kannst du es einfach mittels "yum install vnc-server" installieren.


Dann brauchst du noch das Python-Programm vnc2swf. Dieses benötigt Python-2.3 oder 2.4 und pygame. Das Programm selbst kannst du dir hier herunterladen. Dann irgendwo entpacken.


Als nächstes musst du den VNC-Server starten. Das tut folgender Befehl:


vncserver :1


Benutzt du diesen Befehl zum ersten Mal, wirst du nach einem Passwort gefragt. Mit diesem Passwort kannst du dich später in die Session einloggen.


Jetzt starte den VNC-Viewer (unter Anwendungen|Zubehör|VNC Viewer zu finden). Gib als VNC-Server "localhost:1" ein. Jetzt noch das Passwort eingeben und du hast Zugriff auf die Session. Etwas gewöhnungsbedürftig ist, dass als Windows-Manager twm benutzt wird. Wahrscheinlich der Performance halber. Man kann das sicher auch ändern. Für mich ist das o.k.. In diesem Fenster wird später jede Bewegung aufgezeichnet. Also bereite schon mal alles für die Aufzeichnung vor (ggf. schon mal ein benötigtes Programm starten etc.).


In einem Terminal gehe in das vnc2swf-Verzeichnis und führe folgenden Befehl aus:


./vnc2swf.py -o test.swf localhost:1


"-o test.swf" legt den Namen der zu schreibenden Animations-Datei fest. Das Programm erstellt außerdem eine Datei "test.html", mit der die Animation später im Browser gestartet werden kann. Jetzt drücke auf "Start". Nach der Eingabe des Passworts kann es losgehen: Gehe wieder in das Viewer-Fenster und mache die Animation. Zum Schluss drücke auf "Stop" im vnc2swf-Fenster.


Jetzt kannst du dir das Ergebnis im Browser angucken.

Samstag, Juli 15, 2006

Flash für Firefox unter x86_64

Es ist mir gelungen, Flash-Videos unter meinem x86_64-System abzuspielen. Natürlich nur, indem ich die 32-bit Variante des Firefox zusätzlich installiert habe. Hier die Anleitung:


Ich habe zuerst Firefox.i386 mittels yum installiert. Dazu muss folgendes Repository unter /etc/yum.repos.d/ angelegt werden:


[updates-i386]
name=Fedora Core $releasever - i386 - Updates
baseurl=http://download.fedora.redhat.com/pub/fedora/linux/core/updates/$releasever/i386/
#mirrorlist=http://fedora.redhat.com/download/mirrors/updates-released-fc$releasever
enabled=1
gpgcheck=1
gpgkey=file:///etc/pki/rpm-gpg/RPM-GPG-KEY-fedora


Dann mit "yum install firefox-1.5.0.4-1.2.fc5.i386" installieren. Nun liegt die zweite Variante von Firefox unter /usr/lib/firefox-1.5.0.4/. Als nächstes muss der Tarball vom Macromedia Flash Player 7 Plugin von der Adope-Homepage heruntergeladen werden. Im Heimverzeichnis von Root entpacken. Dann den File flashplayer-installer editieren. Die Zeile 250


TEMPARCH='uname -m'


folgendermaßen umschreiben:


TEMPARCH=i386


Damit umgehen wir die Error-Meldung, dass wir das falsche System benutzen. Dann das Script als Root starten und als Installations-Verzeichnis "/usr/lib/firefox-1.5.0.4/" angeben. Alternativ kannst du auch einfach die beiden Files "flashplayer.xpt" und "libflashplayer.so" in das Unterverzeichnis "plugins" von Firefox (meist /usr/lib/firefox-xxx) kopieren. Das sollte ebenso funktionieren.


Zum Schluss noch einen eigenen Anwendungsstarter für unseren i386-Firefox anlegen. Der Startbefehl lautet "/usr/lib/firefox-1.5.0.4/firefox". Im Browser kann die Funktion des Plugins jetzt mit "about:plugins" kontrolliert werden.


War doch gar nicht schwer, oder? ;-)

Samstag, Juli 08, 2006

Systemstart vertauscht die Geräte r8169 und bcm43xx

Seit dem Update auf Kernel 2.6.17-1.2139_FC5 wird löblicherweise die Wireless-Karte richtig erkannt. Miteinher geht allerdings, dass nun die Geräte eth0 und eth1 beim Systemstart immer neu mit dem Ethernet-Gerät (r8169) und dem Wireless-Gerät (bcm43xx) belegt werden. Das hat bei mir zur Folge, dass ich die Geräteangabe meines DSL-Adapters (ppp0) immer wieder neu einstellen musste, je nachdem wie die Geräte gerade belegt waren.


Ich habe jetzt folgende Lösung gefunden:

Mit dem Netzwerk-Manager muss ein Adapter "Ethernet" erstellt werden, der mit dem Ethernet-Gerät verbunden ist. Dieser Adapter kann aber deaktiviert bleiben. Nun wird der DSL-Adapter erstellt und auf das Ethernet-Gerät eingestellt. Bei Systemstarts behalten die Geräte jetzt ihre richtige Bezeichnung. Warum auch immer...

Sonntag, Juni 25, 2006

Neues zu ATI Radeon Mobility X700

Weiter unten findest du einen Artikel, in dem ich mich mit der Installation des GPL-Treibers für o.g. Grafikkarte befasse. Meinen Verdacht, dass ich kudzu abschalten muss, konnte ich inzwischen bestätigen. Das System bootet dann und der grafische Bildschirm lässt sich ohne Probleme starten.


Allerdings stürzte das System beim Start von "System/Administration/Anzeige" leider mit den selben Symptomen wie mit kudzu beim Start ab: Alles scheint sich unendlich zu verlangsamen, die Mouse reagiert erst Sekunden später, die Tastatur spricht nicht mehr an, die Festplatte lädt andauernd.


Wahrscheinlich greifen beide Programme in irgendeiner Weise falsch auf die Grafikkarte zu?!


XV läuft übrigens. DirectRendering noch nicht. Ich bleibe dran...

Dienstag, Juni 20, 2006

ATI Radeon Mobility X700 Treiber

In meiner Installationsanleitung erwähnte ich schon, dass der GPL-Treiber für die X700 nicht funktioniert. In einem Forum fand ich neulich einen guten Hinweis. So fehlt in der Datei /etcX11/xorg.conf der Eintrag


Option "MonitorLayout" "LVDS,AUTO"


unter der Section "Device". Nach Neustart des X-Servers funktioniert der Treiber problemlos und ich habe XV-Beschleunigung, allerdings kein DriectRendering mehr.


Nun die schlechte Nachricht. Bei einem System-Neustart stürzt der Rechner jedes Mal ab. Das liegt am Treiber. Ich vermute, es passiert beim Start von kudzu (Suche nach neuer Hardware). Es wäre auszuprobieren, ob ein Neustart ohne kudzu mit dem GPL-Treiber gelingt.

Stromberg-Fortune

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Christoph Maria Herbst Fan bin. Als Besitzer beider Stromberg-DVD-Staffeln, wünschte ich mir eine Fortune-Datei mit Sprüchen aus der Serie. Da es - meines Wissens - sowas noch nicht gibt, habe ich es erstellt.


Du kannst dir die Datei hier herunterladen. Speichere sie unter /usr/share/games/fortune und trage "fortune stromberg" z.B. in der Datei .bashrc ein. Dann startet jedes Terminal mit einem Stromberg-Spruch. Unter licq (ein guter ICQ-Client) habe ich fortune in meine Away-Message eingebunden, so dass alle Abfragen meiner Away mit einem wechselnden Stromberg-Spruch untertitelt werden.

Sonntag, Juni 04, 2006

Datenaustausch mit WinXP

Ich lade öfters mal Spiele-Demos oder freigegebene Vollversionen von älteren Spielen herunter, die dann WinXP benötigen. Irgendwann war ich es dann Leid, immer extra eine CD zu brennen. Das Problem ist aber, dass man eine NTFS-Partition (WinXP) zwar mittels des Kernel-Moduls kmod-ntfs mounten kann (mount -t ntfs /dev/hda1 /mnt/ntfs), aber neue Files anlegen, geht damit leider noch nicht. Man kann nur Files lesen und angeblich auch bearbeiten. Linux-Partitionen werden andererseits von WinXP gar nicht erst erkannt. Eine Übertragung ist also ohne weiteres nicht möglich.


Ich habe mir dazu überlegt, eine ältere WinPartition (vfat oder auch fat32) mit ca. 4 GB zu erstellen, die als Austauschpartition herhalten soll.


Meine bisherige Partitionierung sah so aus:


  • hda1: WinXP [ntfs]
  • hda2: /boot [ext2]
  • hda3: / [ext3]
  • hda5: swap
  • hda6: /home [ext3]


Um eine neue Partition zu erstellen, musste ich nun die Partitionstabelle verändern. Dazu dient z.B. das sehr komfortable Programm QtParted. Ich musste allerdings feststellen, dass es unter Fedora nicht funktioniert, da das Laufwerk eingebunden ist. Als nächstes versuchte ich es mit einer Live-CD (Knoppix). Auch dort musste ich feststellen, dass das Laufwerk eingebunden wird. Im dritten Anlauf nahm ich eine Live-CD mit GRML-Linux. Dort verwendete ich das eher spartanische Programm fdisk. Ich löschte die Partition hda6 (ich muss an dieser Stelle wohl nicht extra erwähnen, dass ich die Daten vorher gesichert habe...) und erstellte zwei neue Partitionen. Als erstes die etwas verkleinerte vorherige hda6 mit ext3 als Dateisystem. Es ist wichtig, zuerst diese Partition zu erstellen, damit die Einstellungen mit Fedoras "fstab" übereinstimmen und später ohne Probleme gebootet werden kann. Dann schließlich eine fast 4 GB große vfat-Partition. Fdisk warnte mich beim Schreiben der neuen Partitionstabelle, dass der Kernel weiterhin mit der alten Tabelle arbeiten würde, aber das braucht nicht zu stören, denn der nächste Schritt ist, neu zu booten - wieder mit der Live-CD!


Dann wird die neue hda6 mittels "mkfs -t ext3 /dev/hda6" formatiert. Danach noch mit "tune2fs -L /home1 /dev/hda6" den alten Label-Namen wiederherstellen und alles ist paletti zum booten mit Fedora. Hier werden dann die Daten wieder auf hda6 geschrieben.


Die Übertragungspartition hda7 sollte unter WinXP formatiert werden. Dann können nach Belieben Daten hin- und hergeschoben werden. Unter Fedora sollte die neue Partition von root dazu in der Datei "/etc/fstab" eingetragen werden.